Thomas Hain

Silbermond

Die Serie „Silbermond“ entfaltet eine ruhige, fast poetische Bildwelt, die sich um Licht, Reflexion und Atmosphäre dreht. Der Titel verweist auf das silbrige Leuchten des Mondes und prägt die gesamte visuelle Stimmung der Arbeiten. Kühle, zurückhaltende Farbnuancen und schimmernde Oberflächen erzeugen eine subtile, beinahe entrückte Wirkung.
Im Zentrum stehen fein abgestimmte Flächen und Übergänge, die weniger konkrete Formen als vielmehr Lichtzustände sichtbar machen. Die Kompositionen wirken reduziert und konzentriert, wodurch eine meditative Tiefe entsteht. Gleichzeitig bleibt eine gewisse Bewegung spürbar – als würde sich das Licht im Bild langsam verändern oder fließen.
Typisch für mein Werk zeigt sich auch hier ein Spannungsfeld zwischen Struktur und Auflösung. Klare Ordnungen werden angedeutet, jedoch nie vollständig festgelegt.
„Silbermond“ überzeugt als atmosphärisch dichte Serie, die weniger das Sichtbare abbildet als vielmehr Stimmungen einfängt. Ich habe hier versucht, das Flüchtige des Lichts in eine zurückhaltende, zeitgenössische Bildsprache zu übersetzen.

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