
Das Werk „Sommerwind“ aus der Serie „My own structure“ widmet sich der leichten, flüchtigen Bewegung des Moments. Der Titel verweist auf eine Kraft, die nicht greifbar ist und dennoch alles berührt – eine unsichtbare Strömung, die Landschaften, Gedanken und Empfindungen in sanfte Bewegung versetzt.
Die Komposition entfaltet sich in einer offenen, atmenden Struktur. Linien und Farbräume scheinen von einer kaum spürbaren Dynamik durchzogen zu sein, als würden sie sich im Rhythmus einer leichten Brise verschieben. Verdichtete Elemente lösen sich in transparente Bereiche auf, wodurch ein Gefühl von Weite und Durchlässigkeit entsteht. Alles wirkt in stetiger, aber sanfter Bewegung begriffen.
Innerhalb der Serie „My own structure“ steht der Sommerwind für jene Momente innerer Leichtigkeit, in denen sich feste Gedankenstrukturen lösen und Platz für Spontaneität und Wahrnehmung entsteht. Es ist ein Zustand, in dem Kontrolle zurücktritt und das Empfinden von Verbundenheit mit der Umgebung in den Vordergrund rückt.
Die Bildoberfläche zeigt eine feine Balance zwischen Struktur und Auflösung. Nichts wirkt starr oder endgültig; vielmehr entsteht der Eindruck eines kontinuierlichen Fließens. Wie Wind, der durch offene Räume streicht, verändern sich die Formen im Blick des Betrachters und eröffnen immer neue Bezüge.
Der Sommerwind wird hier zu einer Metapher für innere Beweglichkeit. Er steht für die Fähigkeit, sich dem Moment hinzugeben, ohne sich darin zu verlieren. Die Struktur bleibt vorhanden, doch sie ist durchlässig geworden – offen für Impulse, Eindrücke und Veränderungen.
„Sommerwind“ ist eine poetische Reflexion über Leichtigkeit und Präsenz. Das Werk lädt dazu ein, die feinen Bewegungen des Lebens wahrzunehmen und jene Augenblicke zu würdigen, in denen alles in einem sanften Gleichgewicht schwingt – zwischen Form und Auflösung, zwischen Stillstand und Bewegung.








