
Das Werk „Knochen“ zeigt eine reduzierte, abstrakte Komposition, in der sich organische und strukturelle Elemente miteinander verbinden. Im Bildraum erscheinen längliche, teils kantige Formen, die an knöcherne Strukturen erinnern, ohne diese konkret abzubilden. Sie wirken wie Fragmente eines inneren Gerüsts, das Stabilität verleiht und zugleich verborgen bleibt.
Die Anordnung der Formen erzeugt eine ruhige, aber spannungsvolle Balance. Einige Elemente scheinen sich zu stützen oder miteinander verbunden zu sein, während andere isolierter wirken. Dadurch entsteht ein Wechselspiel zwischen Zusammenhalt und Fragmentierung.
Farblich ist das Werk zurückhaltend gehalten, mit gedeckten Tönen und gezielten Kontrasten, die die plastische Wirkung der Formen unterstreichen. Übergänge sind klar, aber nicht hart, sodass eine gewisse Weichheit im Gesamtbild erhalten bleibt.
„Knochen“ vermittelt den Eindruck einer grundlegenden Struktur – eines inneren Gerüsts, das sowohl Stabilität als auch Verletzlichkeit symbolisiert. Das Bild wirkt wie eine abstrakte Annäherung an das Fundament des Körpers oder, weiter gefasst, an die tragenden Elemente eines Systems.




